In einer Nacht- und Nebelaktion habe ich den Schlaf mal ganz hinten angestellt und mich stattdessen mit meinem, dem wohl langsamsten Scanner der Welt, herumgeschlagen (im wahrsten Sinne des Wortes). Und als ob das nicht schon genug ist, hat er die Bilder auch nur halb so schön aussehen lassen, wie sie eigentlich sind, von den Farbgebungen her. Aber genug gemeckert und stattdessen einen Trommelwirbel für die erste richtig große Ladung Bildern.
Das ist das "Victoria and Albert Museum" - eines der schönsten Gebäude, die ich in London gesichtet habe. Wir standen eine ganze Weile davor und erfreuten uns an den schicken Details, die dieses Bauwerk zierten. Dabei blieb es dann leider auch, denn die David Bowie-Ausstellung war natürlich ausgerechnet an diesem Tag, der zugleich unser letzter in der Stadt war, ausverkauft. Shit.
Eines meiner vielen Highlights im Urlaub war das Essen im Breakfast Club. Das Restaurant habe ich mir im Vorfeld bereits rausgesucht und musste unbedingt dorthin und wurde nicht enttäuscht. Von diesen Läden gibt es mehrere in der Stadt, wir haben uns für Soho entschieden.
Da auch ich diese typische Blogger-müssen-ihr-Essen-fotografieren-Krankheit habe, war mein Essen schon fast kalt als ich angefangen habe, aber es hat trotzdem gut geschmeckt. Solange, bis mir einfiel, was "Black Pudding" bedeutet und ich die zweite Blutwurst beim besten Willen nicht mehr essen konnte, weil ich mir eigentlich geschworen habe, das nie in meinem Leben zu essen. Der restliche Teil war aber unglaublich lecker und vor allem auch interessant, weil ich noch nie zuvor Spiegeleier in Kombination mit Guacamole, Sauerrahm und Pfannkuchen gegessen habe.
Nachdem wir fünf Tage lang alle berühmten und wichtigen Sehenswürdigkeiten Londons gekonnt ignoriert haben, plagte uns am letzten Tag doch das schlechte Gewissen und haben alles abgeklappert, was man als London-Erstling unbedingt gesehen haben muss. Das ist übrigens kurz vor dem Buckingham-Palace. Später, wenn ich reich und berühmt bin, möchte ich genau dieses Tor, nur in noch größer. Mama war stolz auf mein Kulturprogramm und auch für mich haben sich die schmerzenden Füße gelohnt.
Spazieren gehen ist immer toll und spazieren gehen im St. James Park ist am tollsten. Ich habe schon wieder den Geruch von Frühling und den 1.000 verschiedenen Blumenarten in der Nase, wenn ich daran denke. Hach.
Außerdem gibt es dort diese Enten, die ich noch nicht einmal für Eintrittsgeld im Zoo gesehen habe. Und spätestens als Lari ein Eichhörnchen gefüttert hat, dachte man für einen kurzen Moment, die Welt wäre in Ordnung.
So sehe ich aus, wenn ich auf Essen warte. Mein Blick fokussiert auf den (süßen) Kellner gerichtet, damit ich auch möglichst schnell mit der Nahrungszufuhr beginnen kann. Außerdem ist mein Dutt schief und das ist er immer, weil ich unfähig darin bin meine Frisuren auf den Hinterkopf zu platzieren, wie es gescheite Mädchen nun mal machen. Ich habe kapituliert und bin unverbesserlich.
Das ist die Oxford Street, der Endgegner der eigenen Füße, die nach tagelangem Auf- und Ablaufen dieser Straße ungefähr zwei Wochen danach noch schmerzen. Hier kauft jeder um sein Leben, weil es ja morgen vielleicht nichts mehr gibt. Ich bin zwar nicht mit gutem Beispiel vorangegangen, finde aber, dass man sich die Zeit mit besseren Dingen vertreiben kann, als mit Einkaufen gehen.
Ein weiterer Punkt in unserem Sehenswürdigkeiten-Abklapperungs-Kulturprogramm: den Big Ben sehen. Und das bei bestem Wetter und einem Sonnenuntergang (nicht auf dem Bild), der alles nochmal hat schöner aussehen lassen.
Ich wollte schon immer einmal so ein fancy Underground-Bild haben.
Pausen sind wichtig, deswegen haben Lari und ich uns zwischendurch in einem an der Oxford Street nahegelegenen Park für ein paar Minuten hingelegt. Das war sogar noch schön ausgedrückt, denn wir sind bei der Suche nach einer Eisdiele förmlich zusammengebrochen, denn auch nach stundenlanger Suche hatten wir immer noch kein Eis und sind frustriert zu dem Entschluss gekommen, dass es in London definitiv zu wenig (oder eben keine) Eisdielen gibt.
Das ist übrigens die Aussicht bei Nacht aus unserem Zimmer gewesen. Bereits am ersten Tag hat man uns geraten nicht zu lange in dieser Straße herumzustehen, weil es draußen gefährlich sei, was mich nicht gerade beruhigt hat. Glücklicherweise sind wir heile geblieben und die anderen auch.
Muss auch sein, eine Aufnahme in einem Doppeldecker-Bus. Wir saßen auch ein paar Mal ganz vorne, so macht Busfahren Spaß. Ich hätte den ganzen Tag herumfahren können und wäre damit glücklich gewesen.
Das war der erste Teil der (analogen) Bilder. Was folgt sind noch die Instagram-Bilder und der zweite, letzte und zugleich schönste Teil: Brighton, Baby!
Aber solange erst noch ein tolles Lied:



























